This Independent Junior Research Group "Cellular Dynamics and Cell patterning"
is funded by the Max Planck Society.
Groupleader: Roland Wedlich-Söldner
Email: wedlich@biochem.mpg.de
Phone: +49 (89) 8578 3410
Fax: +49 (89) 8578 3430
"Young Investigator Grant" von HFSP
Das internationale Forschungsprogramm „Human Frontier Science Program (HFSP)“ gewährt Nachwuchswissenschaftlern des Max-Planck-Institut für Biochemie insgesamt 900 Tausend Euro Forschungsförderung für internationale Projekte in den Lebenswissenschaften.
Vier Selbstständige Nachwuchsgruppenleiter des Max-Planck-Instituts für Biochemie können sich über die Förderung der internationalen Organisation des HFSP freuen. Dr. Friedrich Förster und Dr. Frank Schnorrer erhielten den mit jeweils 300 000 Dollar dotierten „Career Development Award“, der insgesamt 25 Nachwuchswissenschaftler beim Aufbau eines eigenen selbstständigen Labors über drei Jahre unterstützt. Dr. Kay Grünewald und Dr. Roland Wedlich-Söldner gehören zwei der neun Teams von Nachwuchswissenschaftlern an, die dieses Jahr mit dem „Young Investigator Grant“ ausgezeichnet wurden. Jede der vier Gruppen erhält rund 260.000 Euro Förderung über drei Jahre.
Die „Human Frontier Science Program“ - Fördergelder werden an innovative, internationale und interdisziplinäre Forschungsgruppen für ihre Erforschung „komplexer Mechanismen in lebenden Organismen“ vergeben. Vor 20 Jahren auf Initiative Japans gegründet, fördert die HFSP-Organisaion internationale Teams, die „komplexe Mechanismen in lebenden Organismen“ untersuchen. Ein Hauptanliegen der Organisation ist die Förderung neuartiger interdisziplinärer Forschungsprojekte der Biowissenschaften in Länder und Kontinente überschreitenden Kooperationen. Dabei werden ausschließlich Projekte an der Schnittstelle unterschiedlicher Fachgebiete berücksichtigt, die nur als gemeinsame Anstrengung von Forschern bearbeitet werden können. Für die Forscher bedeutet ein „HFSP-Grant“ nicht nur die großzügige Förderung eines ambitionierten Projekts, sondern auch eine Anerkennung ihrer fachlichen Exzellenz. Außer von Japan, Neuseeland, Australien, Canada und den U.S.A. wird das Projekt vor allem von europäischen Ländern getragen.
Kontrolle der Zellwand –Bildung bei Bakterien.
Die Zelle als außerordentlich dynamisches System, dessen Prozesse räumlich und zeitlich dennoch hochpräzise ablaufen, ist der Forschungsschwerpunkt von Dr. Roland Wedlich-Söldner und seiner selbstständigen Forschungsgruppe „Zelluläre Dynamik und zelluläre Musterbildung“. „Unser Augenmerk gilt in erster Linie dem Zytoskelett“, sagt Wedlich-Söldner. „Das ist eine äußerst flexible Struktur mit mehreren Komponenten, die der Zelle Form verleihen, sie stützen, aber auch für Transportprozesse und andere Aufgaben herangezogen werden.“ Die Funktion des Zytoskelett bei der Gestaltung der Zellwände von Bakterien, wollen nun Wedlich-Söldner und seine Kollegen aus Frankreich und den USA untersuchen– unter anderem mit Hilfe von neuartigen Mikroskopietechniken. „In unserem Projekt geht es vor allem um die Dynamik des bakteriellen Zytoskeletts und des Zellwandaufbaus sowie deren Zusammenspiel“, berichtet Wedlich-Söldner. Die am Modellorganismus Bacillus subtilis gewonnenen zellbiologischen und mikroskopischen Daten könnten unter anderem zu einem verbesserten Verständnis der Wirkung vieler Antibiotika und der Mechanismen für die Resistenzbildung führen.